Organisiert sind die Tabakkonzerne im Verband der Rauchtabakindustrie

 

Malawi

Seit Plan International seinerzeit zusammen mit dem UN-Kinderhilfswerk Unicef die Zustände auf den Plantagen anprangerte, hat die malawische Regierung der Kinderarbeit wiederholt den Kampf angesagt – doch Kritikern zufolge werden Gesetze nur selten angewandt; die Praxis geht weiter, ein wenig verborgener als früher. Alliance One erklärt, man arbeite “aktiv” daran, Kinderarbeit aus der Lieferkette zu beseitigen, indem man die Vertragsbauern überwache und sie darin schule, ihre “Arbeitspraktiken zu verbessern”. Der Zigarettenhersteller British American Tobacco teilt der SZ mit, man stelle gegenüber allen Zulieferern klar, “dass ausbeuterische Kinderarbeit nicht toleriert wird.” Die Zwischenhändler Alliance One und Universal, von denen man malawischen Tabak kaufe, hätten ihrerseits “strenge Richtlinien”.

Quelle: Süddeutsche Zeitung “Das blutige Geschäft mit den Tabak-Sklaven, 18.6.2016

 

Den eigenen Kindern …

Der Europachef von Weltmarktführer Philipp Morris würde seinen eigenen Kindern sagen: “Fangt erst gar nicht mit dem Rauchen an.” Weiterlesen: Spiegel Online

 

Tabak Atlas 2017

9730 Dollar hat die Tabakindustrie im Jahr 2015 an jedem Toten verdient. An jedem Menschen, der an den Folgen des Rauchens gestorben ist. Insgesamt machten die Unternehmen mehr als 62 Milliarden Dollar Profit, und insgesamt starben weltweit mehr als sechs Millionen Menschen an jenen Folgen.

Zehn bis elf Lebensjahre verliert ein Mensch, der sein Leben lang Zigaretten konsumiert. Es drohen Erkrankungen wie eine chronische Bronchitis zum Beispiel, Lungenemphysem, Lungenkrebs.

Mit enormen wirtschaftlichen Auswirkungen. Zwei Billionen Dollar gehen der Weltwirtschaft jedes Jahr durchs Rauchen verloren, durch fehlende Arbeitskraft zum Beispiel und durch die Behandlung jener Erkrankungen, die nach jahrelangem Zigarettenkonsum entstehen können.

Und darin sind die Passivraucher mit ihren Erkrankungen noch gar nicht mit eingerechnet, geschweige denn die Gesundheitsschäden, die bei Anbau und Ernte von Tabak entstehen.

Quelle: “Die Strategien der Tabak-Konzerne”, Tagesanzeiger, Schweiz, 09.03.2018