♦  Die Anbauländer

 

In unserem Arbeitsblatt haben wir die wichtigsten der etwa 70 Länder dargestellt, wobei wir in Jugendlichen die Aufgabe geben die drei gelb gefärbten Länder herauszubekommen. Es sind Indien, Brasilien und Malawi. Weltweit arbeiten geschätzt rund 100 Millionen Arbeiter*innen auf den Plantagen – bis zu 12 Stunden pro Tag. Da die Familien sonst kaum eine Chance haben, zu überleben, arbeiten eine großer Teil der Kinder mit, auch sie an 6-7 Tagen in der Woche. Weitere Informationen

 

♦  Die Tabakkonzerne

In letzten Jahren sind durch Fusionen vier Mega-Konzerne entstanden.Dabei wird China nicht mitgezählt, weil dort ein geschlossener Markt besteht.

Die vier Konzere sind Philip Morris International aus den USA, British American Tobacco und Imperial Brands aus Großbritannien und  Japan Tobacco aus Japan.

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Die Raucher*innen sind eine treue Kundschaft, die alles zahlen, was verlangt wird, um an die Glimmstängel zu kommen. Entsprechend gehen die Kurse der Tabakkonzerne in die Höhe.  Die vier weltgrößten Tabakkonzerne erzielten Verkaufserlöse von über 100 Milliarden, verbuchten satte Gewinne in zweistelliger  Milliardenhöhe und zahlten Dividenden von rund 15 Milliarden US-Dollar (2016).

 

 

 

♦  Was sagen die Tabakkonzerne zu Kinderarbeit?

Tatsächlich verbieten die Tabakkonzerne die Kinderarbeit. Es gibt strenge Strafen für die Familien, die erwischt werden. Da aber die Tabakkonzerne kein Interesse an den Kontrollen haben, wird sich durch ein Verbot nichts ändern. Und was sollen die Familien auch machen? Die Kinder arbeiten ja nicht, weil es den Eltern Spaß macht, sondern weil sie sonst nicht überleben können.

Also liegt es an den Knebelverträgen der Tabakfirmen. Die Süddeutsche Zeitung hat das in einem Artikel 2016 am Beispiel von Charles Batison in Malawi aufgezeigt. Er hat sich per Vertrag verpflichtet, seinen Tabak komplett an eine Tabakfabrik zu liefern statt ihn an der Börse anzubieten; die Firma stellt ihm auf Kredit das Saatgut und den Dünger zur Verfügung – doch mit dem Erlös für seine Ernte schafft er es kaum, die Schulden abzutragen. Seinen abgelieferten Rohtabak bekommt Charles Batison in der Landeswährung Kwacha vergütet – Saatgut und Dünger dagegen werden ihm in US-Dollar in Rechnung gestellt. “So tragen wir das Risiko von Währungsschwankungen”, sagte er. Quelle: Süddeutsche Zeitung “Das blutige Geschäft mit den Tabak-Sklaven, 18.6.2016

Kinderarbeit wäre in Brasilien eigentlich verboten, sagt Margaret Matos, Ermittlerin im Ministerium für Arbeit in Curitiba: Aber „die Tabakindustrie beutet Kinder und Jugendliche aus” Sie hat 18 Verfahren gegen die Tabakindustrie laufen. „Die Industrie unternimmt gar nichts, um dies zu verhindern.“

Die Tabakindustrie in Deutschland