Lobbyaktion

Wir möchten den Jugendlichen in Schulen, Jugendeinrichtungen, Kirchen und Sportvereinen die Möglichkeit bieten, sich für die Kinder auf Tabakfeldern einzusetzen. Sie brauchen eine Lobby!

Für die Einbindung in Unterricht und Jugendarbeit erstellen wir einen Leitfaden, der alle wichtigen Fakten beinhalten soll. Hinzu kommen Arbeitsblätter und Aktionshinweise.

Viele Erwachsene sind zunächst spektisch oder ablehnend, weil sie selbst rauchen und das Gefühl haben, dass sich die Lobby-Aktion gegen sie richtet. Das soll auf keinen Fall sein! Im Gegenteil wollen wir sie einladen, gerade weil sie rauchen, sich für die Kinder einzusetzen.

 

Fakten recherchieren

Zunächst erforschen die Jugendlichen das Thema Tabak. Dabei ist interessant, wie der Tabakmarkt funktioniert, weil das viel mit der Verarmung der Farmerfamilien zu tun hat. Wie argumentieren diese Konzerne auf ihrer Webseite? Wer verdient am Tabak? Es geht dann natürlich um die Tabaksteuer, aber auch um die Werbeeinnahmen, von denen Medien abhängig sind.

Die Gesellschaft kann etwas tun

Die Jugendlichen suchen sich Unterstützung aus Gesellschaft, Politik, Kunst, Kirche, Sport oder Gewerkschaften. Die brauchen sie als Rückhalt, wenn sie die Tabakkonzerne anschreiben. Dieser Schriftwechsel wird spannend und das ist echte Lobbyarbeit. Denn die Briefe gehen in Kopie an die Unterstützerinnen und Unterstützer, die ihrerseits reagieren. Die Antworten werden für die Öffentlichkeitsarbeit gesammelt.

Die Kommunen können etwas tun

Nur zwei Städte haben eine Werbeverbot für Tabakaußenwerbung ausgesprochen. Die anderen verdienen kräftig daran. Die Jugendlichen können die Außenwerbung in ihrer Stadt fotografieren und damit eine Ausstellung gestalten. Die coolen Sprüche auf den Plakaten kommentieren sie mit eigenen Slogans. Dazu versetzen sie sich in die Situation der arbeitenden Kinder und überlegen, was die wohl sagen würden. Sie laden zu einer Ausstellungseröffnung ein und vergessen dabei nicht, den Bürgermeister und die Medien einzuladen. Zur Ausstellung können auch selbstgestaltete Plakate gehören, die die Situation der Kinderarbeiter beleuchten.

Die Politik kann etwas tun

Eine gute Gelegenheit, Politik einmal anders kennenzulernen ist die Einmischen der Jugendlichen in den Bundestagswahlkampf. Sie schreiben die Parteien oder ihre Abgeordneten an, laden sie ein und bitten sie, sich für die Kinder auf den Tabakfeldern einzusetzen.

Die Tabakkonzerne kann etwas tun

Die Jugendlichen schreiben den Tabakkonzernen ihre Forderungen und bitten um Auskunft, was sie gegen Kinderarbeit tun. Sie können dafür Zigarettenschachteln mit entsprechenden Informationen gestalten.

Unterschriftenaktion

Die Jugendlichen sammeln Unterschriften und aktivieren damit viele UnterstützerInnen in der Bevölkerung.  Alle die unterschreiben, bekommen Gelegenheit, ebenfalls an die Tabakindustrie zu schreiben und sich für den Schutz der Kinder auf Tabakfeldern zu aktivieren. Übrigens reagieren Raucherinnen und Raucher besonders betroffen und helfen den Jugendlichen. Unterschriftenliste

Medien aktivieren

Zusammen mit ihren UnterstützerInnen laden die Jugendlichen die Medien ein und stellen die gesammelte Informationen, die Unterschriften, die Antworten der Konzerne und ihre eigenen Forderungen vor. Vielleicht können die Jugendlichen eigene Werbespots gegen die Kinderarbeit herstellen und den Medien anbieten.