Zunächst einmal fragen wir uns, was Kinderarbeit ist. Ältere kennen aus ihrer Jugend, dass es völlig normal war, in Arbeitsprozesse eingebunden zu sein. War das Kinderarbeit? Nein, wenn genug Zeit war für Spielen, Schule und gesundes Aufwachsen. Auch heute sind Kinder auf Bauernhöfen zum Beispiel mit Arbeiten betraut.

Die ILO (Internationale Arbeiterorganisation) hat in einer Konvention das Mindestalter auf 15 Jahre festgelegt. Die UN-Kinderrechtskonvention geht da einen Schritt weiter. Sie bezeichnet alle Tätigkeiten von Jugendlichen unter 18 Jahren als Kinderarbeit, wenn sie ihnen schadet und am Schulbesuch hindert.

Geschichtlich kann festgehalten werden, dass es zwar Kinderarbeit schon immer gegeben hat, aber erst mit der Industrialisierung ausbeuterische Formen angenommen hat. Allerdings gab es immer schon die völlige Ausbeutung von Kindern, die versklavt wurden. Das war schon vor der Kolonialisierung üblich, wenn Ethnien sich gegenseitig überfallen und Kinder und Frauen raubten. Mit der Kolonialisierung nahm das gigantische Ausmaße an.

Insbesondere die sexuelle Ausbeutung von Kindern hat eine lange Tradition und ist heute im Zeichen des Internets zu einer wahren Plage geworden.