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Verschwindet die Tabakwerbung aus Düsseldorf?

Tabakwerbung ist manchem ein Dorn im Auge. Die Linke beantragte nun im Verkehrsausschuss, dass die Stadt Tabakwerbug auf städtischen Werbeflächen unterbinden möge. “Dazu fehlt uns die Ermächtigungsgrundlage”, erklärte Planungsdezernentin Cornelia Zuschke. Dazu nötig sei ein Gesetz. Den Wunsch nach einem Verbot könne sie aber persönlich sehr gut verstehen, erklärte Zuschke. Auch Politiker anderer Parteien äußerten ihre Sympathien für ein Verbot. Deshalb bot die Dezernentin an, im Gespräch mit der Firma Wall zu klären, ob diese bei ihrer Außenwerbung bereit wäre, freiwillig auf Tabakwerbung zu verzichten.

Weiterlesen: RP-Online

Hockenheim: Pflanze sorgt für Einkommen und harte Arbeit

1250 Jahre Hockenheim Franz Anton Bankuti spricht auf Einladung von Volkshochschule und Verein für Heimatgeschichte über Tabakanbau in seinen vielen Facetten

„Tabakbau ist ein Teil der Geschichte Hockenheims, und die Verarbeitung war für unsere Region von großer Bedeutung“, hielt Franz Anton Bankuti (Bild) zu Beginn seines Vortrags mit dem Titel „Tabakanbau – Tabakverarbeitung – Zigarrenherstellung“ fest, warum er sich so intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Eingeladen von Volkshochschule und Verein für Heimatgeschichte zur Vorbereitung des 1250. Jubiläums im Jahr 2019, präsentierte er nicht nur die Bedeutung des Tabaks als Wirtschaftsfaktor, sondern führte humorvoll, lebendig, aufgelockert durch Zitate und Anekdoten, auch in die 500-jährige Kulturgeschichte des Tabaks ein.

Weiterlesen: Mannheimer Morgen

Landtag NRW: Passivraucherschutz von minderjährigen Kindern in Autos

LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN
Drucksache 17/2555 08.05.2018
Antrag der Fraktion der SPD NRW fordert zusätzliche Maßnahmen zur Tabakprävention und den Passivraucherschutz von minderjährigen Kindern in Autos

…Vor diesem Hintergrund haben nicht nur die Bundesärztekammer und die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) ein Rauchverbot bei Autofahrten mit minderjährigen Kindern gefordert. Gemäß der „Deutschen Befragung zum Rauchverhalten“ (DEBRA-Studie) fordern auch 71 Prozent der
Deutschen ein solches Rauchverbot im Auto.
Selbst 67 Prozent der befragten Raucher*innen plädieren dafür, Rauchen im Auto zu verbieten
und entsprechend zu sanktionieren, sofern minderjährige Kinder mit im Fahrzeug sitzen. Nur
14 Prozent von ihnen sind dagegen. Andere Länder wie England, Wales, Italien, Griechenland,
Frankreich und erst kürzlich Österreich haben bereits ein Rauchverbot in Autos in Anwesenheit
von minderjährigen Kindern eingeführt. Auch in den USA besteht in weiten Teilen des Landes
ein solches Verbot. Eine Ausarbeitung des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen
Bundestags über die verfassungsrechtliche Zulässigkeit eines Rauchverbotes in Autos in
Anwesenheit von Kindern hat zudem dargelegt, dass eine solche Regelung in Deutschland
sowohl formell als auch materiell verfassungskonform wäre.

Vollständiger Antrage Landtag NRW

Tabaklobby im Bundestag – die neue Liste

Es wird viel diskutiert über die umfangreichen Lobbyaktivitäten der Pharma-, Rüstungs- und natürlich auch der Tabakindustrie, die von der Weltgesundheitsorganisation als “tödliche Industrie” bezeichnet wird. Befürchtet wird, dass regelmäßige vertrauensvolle Gespräche mit kleinen Aufmerksamkeiten verbunden sein könnten und zu Gefälligkeiten bei der Abfassung oder Verhinderung von Gesetzen führen könnten.

Entsprechend veröffentlichen wir “Die aktuelle Fassung der öffentlichen Liste über die Registrierung von Verbänden und deren Vertretern” – kurz die aktuelle Lobbyliste des Deutschen Bundestages.

 

Interessant sind folgende Einträge:

483 – Bundesverband des Tabakwaren-Einzelhandels im Hauptverband des Deutschen Einzelhandels e.V. (BTWE)

Zweck des Verbandes ist es, die fachlichen und beruflichen Interessen des Tabakwaren-Einzelhandels zu fördern und zu vertreten.

524 – Bundesverband deutscher Tabakpflanzer, Vereinigung der Tabak-Erzeugergemeinschaften e.V.

Koordination der Erzeugung und Vermarktung von Qualitätstabaken der angegliederten Erzeugergemeinschaften bzw. Tabakpflanzerverbände. Beratung der Erzeugergemeinschaften/ Verbände und deren Mitglieder bei der Produktion von Qualitätstabaken. Vertretung der Mitglieder bei den politisch zuständigen Institutionen auf Ebene des Bundes und der Länder sowie der Europäischen Union.

525 – Bundesverband Deutscher Tabakwaren – Großhändler und Automatenaufsteller e.V. (BDTA)

Vertretung der Interessen der deutschen Tabakwaren-Großhändler und Automatenaufsteller auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene, insbesondere auf tabaksteuerlichem, gewerbe- und wettbewerbsrechtlichem Gebiet.

717 – Bündnis für Tabakfreien Genuss e.V.

Das BfTG ist die Interessenvertretung der klein- und mittelständischen E-Zigarettenwirtschaft. Das Bündnis repräsentiert das gesamte Spektrum der Branche – Hersteller, Groß-, Einzel- und Onlinehändler. Der Verband ist unabhängig von der Tabakindustrie – keines der Mitglieder gehört der Tabakwirtschaft an. Zu den Kernaufgaben des Verbands zählen die fachliche Kommunikation mit der Politik, der Ministerial-Verwaltung und der Öffentlichkeit über das Produkt E-Zigarette sowie die politische Interessenvertretung. Schwerpunktthemen sind das gesundheitspolitische Potenzial der E-Zigarette und der Harm Reduction-Ansatz, Produktregulierung sowie Fragen zur Besteuerung, den Vertriebskanälen und der Kundenkommunikation. Hinzu kommen die spezifischen Belange von Gründern und jungen Unternehmen (Startups). Der Verband ist zentraler Ansprechpartner bei Regulierungsfragen und repräsentiert seine Mitglieder bei Fachgesprächen und Anhörungen.

747 – Cigar Coalition Europe e.V. (CCE)

Zweck der CCE ist es, im Zusammenhang mit der Herstellung, dem Angebot und dem Vertrieb von Zigarren/Zigarillos die Interessen der Mitglieder zu fördern und zu vertreten, insbesondere die Mitglieder über Fachangelegenheiten im Zusammenhang mit der Herstellung, des Angebots und des Vertriebs zu informieren und zu unterstützen, die gemeinsamen Interessen zu koordinieren und in externen Stellungnahmen zu vertreten, insbesondere gegenüber nationalen Regierungen und europäischen Institutionen im weitesten Sinne, den freien Wettbewerb auf den nationalen Märkten und dem europäischen Binnenmarkt zu fördern. Der Verband kann ferner die gemeinsamen Belange in allen gesellschaftspolitischen, sozialpolitischen und tariflichen Angele-genheiten wahrnehmen. Die Wahrnehmung gewerblicher und parteipolitischer Interessen wird ausgeschlossen.

 

1147 – Deutscher Zigarettenverband e.V. (DZV)

Der Verein wirkt, im Dialog mit den unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen, insbesondere mit Politik und Medien konstruktiv an der Gestaltung des regulatorischen Umfeldes und des öffentlichen Meinungsbildes zum Thema “Rauchen und Zigarette” in Deutschland mit. Er unterstützt den Jugendschutz und setzt ihn um. Er bekämpft den Zigarettenschmuggel und den illegalen Handel mit Zigaretten. Er setzt sich für ein angemessenes Produkt-Regelwerk ein. Er tritt für eine ausgewogene Regulierung des Produktauftritts und eine weiterhin differenzierte Besteuerung von Tabakprodukten ein. Er will ein respektvolles Miteinander von Rauchern und Nichtrauchern ermöglichen.

1553 – Interessengemeinschaft Tabakwirtschaft e.V. (IGT)

Zweck des Verbandes ist die Wahrnehmung der fachlichen Interessen der Tabakwirtschaft, insbesondere der Tabakpflanzer, des tabakverarbeitenden Handwerks und der tabakverarbeitenden Industrie sowie des Groß- und Einzelhandels von Tabakwaren. Hierzu gehört u. a.
– die Vertretung der fachlichen und wirtschaftlichen Interessen der Tabakwirtschaft gegenüber dem Gesetzgeber, den Behörden und in der Öffentlichkeit sowie gegenüber den Wirtschaftsteilnehmern;
– die Förderung der gewerblichen Belange der Tabakwirtschaft, insbesondere im Sinne des Lauterkeitsrechts sowie des Kampfs gegen Schmuggel und Produktpiraterie und
– der wissenschaftliche Gedankenaustausch sowie der praktische Erfahrungsaustausch in Fragen des Verbrauchersteuer- und Zollrechts.

1554 – Interessenverband Arbeitgeber, Selbständiger und Unternehmer e.V. (IASU)

Vereinszweck ist die Interessenwahrnehmung der Mitglieder in ihrer Eigenschaft als Arbeitgeber; Mitglieder können Unternehmer werden sowie Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer von juristischen Personen, ferner freiberuflich Tätige, die Arbeitnehmer bzw. freie Mitarbeiter beschäftigen.

1676 – MUT- Mittelständische Unternehmen der Tabakwirtschaft e.V.

MUT e. V. ist ein Zusammenschluss deutscher mittelständischer Unternehmen der Tabakwirtschaft (Hersteller, Großhändler, Einzelhändler und Importeure von Pfeifentabak, Zigarren und Zubehör). Ein ganz wesentliches Kernziel der Bestrebungen von MUT ist der Erhalt der mittelständischen Ausrichtung der deutschen Tabakbranche. MUT bemüht sich um die Erhaltung des jahrhundertealten Kulturgutes Tabak und um das Recht Erwachsener, sich eigenverantwortlich für oder gegen den Tabakgenuss entscheiden zu können. Dazu gehört auch die Möglichkeit, sich über das vielfältige Angebot an Tabakerzeugnissen zu informieren. MUT will insbesondere darauf hinarbeiten, dass die mittelständischen Strukturen der Branche erhalten bleiben und darauf hinwirken, dass staatliche Regulierungen vermieden werden, die die Existenz der mittelständischen Unternehmen und deren Arbeitsplätze gefährden, aber auch solche, die die Entscheidungsfreiheit der Verbraucher beeinträchtigen.

1705 – Netzwerk Rauchen e.V.

Netzwerk Rauchen e. V. ist eine Organisation zur Unterstützung von Menschenrechten und – insbesondere, aber nicht ausschließlich – eine Vertretung derer, die von ihrem Leben die Freiheit erwarten zu rauchen, zu essen, zu trinken und allgemein Entscheidungen der persönlichen Lebensführung ohne Restriktionen und staatliche Beeinflussung treffen zu können. Netzwerk Rauchen e. V. will insbesondere sicherstellen, dass der Umgang mit Tabakrauch im Lichte korrekter, sachlicher und glaubwürdiger Informationen erfolgt – und dafür sorgen, dass aus volksgesundheitlichen Ansprüchen keine Diskriminierung und Herabwürdigung der Raucherinnen und Raucher erwächst.

1957 – Verband der deutschen Rauchtabakindustrie, Fachverband Rauchtabak, Kautabak, Schnupftabak, Fachverband der Tabakwarenimporteure und EU-Distributeure e.V.

Der VdR e. V. ist ein Zusammenschluss von 18 mittelständisch strukturierten und familiengeführten Unternehmen. Die Mitglieder sind Hersteller und EU-Distributeure von Feinschnitt, Pfeifen-, Kau- und Schnupftabak sowie Importeure von Zigarren und Zigarillos. Der VdR vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber Politik, Medien und Öffentlichkeit. Er ist im Dialog mit Politik, Ministerien und Medien, führt eine aktive Öffentlichkeitsarbeit und nimmt teil am öffentlichen Diskurs zum Themenbereich Tabak. Der VdR vertritt klare Position für einen steuerlich angemessenen und regulatorisch ausgewogenen Umgang mit Feinschnitt, Pfeifen-, Kau- und Schnupftabak sowie Zigarren und Zigarillos. Der VdR fördert Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit den im VdR vertretenen Produkten, ganz besonders im Hinblick auf den Jugendschutz.

 

 

Schweizer Bank will nachhaltig kaufen

Die Schweizer Union Bancaire Privée, UBP SA. hat einen weiteren Rentenfonds aufgelegt…
… Der Begriff “Sustainable” deutet wiederum darauf hin, dass das UBP-Team beim Kauf nachhaltige Kriterien einhalten möchte. Dies umfasst die Aspekte Umwelt, Soziales und Governance (gute Unternehmensführung), was im Englischen mit Environment Social und Governance (ESG) übersetzt wird. Konkret heißt dies: Girault wird bevorzugt in Titel investieren, die in puncto ESG-Kriterien besonders gut abschneiden. Zugleich wird er Branchen und Einzeltitel meiden, die hier besonders schlecht abschneiden. Das gilt etwa in Bezug auf Kinderarbeit sowie Tabak- und Waffenhersteller. Zudem verzichtet der UBP-Manager auf Unternehmen, die Kohle fördern oder verbrennen – zumindest wenn sie hier bestimmte Umsatzanteile überschreiten.

Vollständiger Artikel: boerse-online.de

Child labour: the tobacco industry’s smoking gun

 

14.09.2011 – – In Malawi and beyond, child workers as young as five are being exposed to the toxic dangers of tobacco harvesting – lesen

Tabakwerbung: Gesetzentwurf der Grünen

Der Anfang des Gesetzentwurfes liest sich wie eine Kopie unseres Aufrufes:

“Deutschland ist das einzige Land in der Europäischen Union, in dem großflächige Außenwerbung auf Plakaten oder Tabakwerbung im Kino immer noch erlaubt sind. Deutschland verstößt mit der Aufrechterhaltung der Tabakwerbung gegen internationale Abkommen wie das WHO-Rahmenabkommen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (FCTC), das auch von der Europäischen Union ratifiziert wurde.”

Weiterlesen: Gesetzentwurf der Bundestagsfraktion DIE GRÜNEN

 

Tabakwerbung: Grüne machen Druck

Gesetzentwurf beschlossen

Im letzten Kabinett war es beschlossene Sache, doch die Union sperrt sich vehement. Nun versuchen die Grünen im Bundestag erneut, Werbung für Tabakprodukte verbieten zu lassen. Noch vor dem Sommer soll ein Gesetzentwurf Druck auf die neue Koalition ausüben.

Weiterlesen: N-TV

Tabakwerbung: Karl Lauterbach für Verbot

Das könnte Ärger geben: Im Interview mit Spiegel Online macht sich SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach für ein Tabakwerbeverbot stark. Das könnte für Unruhe in den kommenden Wochen sorgen.
Eigentlich waren weitere Werbeverbote für die meisten Vertreter der Branche in dieser Legislaturperiode kein Thema. Der Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD sieht diese nicht vor. Doch das könnte sich ändern. Nach der Drogenbeauftragen der Bundesregierung, Marlene Mortler, spricht sich jetzt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach für ein komplettes Tabakwerbeverbot aus. “Ich werde einen Vorstoß für das Werbeverbot in die Koalition einbringen, und zwar noch in diesem Jahr”, sagt der Sozialdemokrat in einem Interview mit Spiegel Online. Damit dürfte die Debatte um ein Werbeverbot für Tabakprodukte wieder an Fahrt aufnehmen. Gleichzeitig könnte in der Branche eine Debatte aufflammen, wie verlässlich die Aussagen der deutschen Politiker eigentlich sind.

Quelle: Horizont

Deutschland: Wenn die Kontrolleure kamen wurden die Kinder versteckt

150 Jahre lang war Herbolzheim die Zigarrenmetropole im Breisgau. Drei Zigarrenfabriken gab es einst in der Stadt, sie beschäftigten in Hochzeiten samt ihren Dependancen 5 000 Menschen. Eine Ausstellung, ein Zeitzeugengespräch und andere Veranstaltungen erinnern an das vergessene Erbe der Stadt.

Kinderarbeit war nichts Ungewöhnliches. “Wenn die Kontrolleure kamen, wurden die Kinder schon mal in den Keller gesperrt”

Ganzen Artikel lesen: Badische Zeitung