Sie werden an unserer Sprache und an der Herangehensweise merken, dass hier keine Pädagoginnen oder Pädagogen Vorschläge für den Unterricht machen. Wir sind Journalistinnen und Journalisten und haben 2003 beschlossen, unsere in den Medien erworbenen Fähigkeiten in die Arbeit mit Jugendlichen einfließen zu lassen. So finden Sie mit Sicherheit typisch journalistische Herangehensweisen.

 

Unsere Erfahrung ist, dass Jugendliche anders lernen, wenn sie für eine Aktion lernen, weil sie das Präsentieren in der Öffentlichkeit, vor den Medien oder vor Politikern als eine Herausforderung betrachten.

In aller Regel engagieren sich Jugendliche gern für Gleichaltrige in einer schwierigen Situation. Das gilt vor allem für die Jugendlichen, die selbst in einer schwierigen Situation leben.

Gleichzeitig regen sich Jugendliche noch über Ungerechtigkeiten in der Welt auf, die für Ältere längst als mehr oder wenig hinnehmbarer Teil des Lebens akzeptiert worden sind.

 

 

Die entstehende Empathie lässt sich auch Jugendliche an einer Bildungsaktion beteiligen, die sonst im Schulbereich nicht sehr aktiv sind – eine Chance für ein verändertes Bildungsmuster.

Das kann dazu führen, dass sie inhaltlich stärker mitarbeiten und weniger stören. Wir entwickeln dafür bewusst Elemente, die Aktion und Protest in feindosiereter Form in den Unterricht bringen.

 

 

Unbemerkt von den Jugendlichen findet bei ihnen ein Umdenken statt. Es verändert sich die Einstellung hier zum Rauchen. Plötzlich sind die Jungs, die schon rauchen, nicht mehr cool.

Aber auch die Umgebung bekommt den Unmut der Schüler*innen zu spüren und Eltern haben sich schon beschwert, dass sie keine Zigarette mehr in Ruhe rauchen könnten, ohne einen Vortrag über die Not der Nikotinkinder.

 

 

So verändert sich die Einstellung der erwachsenen Umgebung und die der Jugendlichen. Dazu kommen die Aktionen, die sich an die Mitschüler ebenso richten wie an die Erwachsenen im Umkreis. Die Medien greifen das Thema verstärkt auf und berichten.